Lehre - Ernst Wilhelm Udo KüppersErnst Wilhelm Udo Küppers

Lehre

Januar 2013

Seit den 1990er Jahren führe ich, in unregelmäßigen Abständen, im universitären Umfeld und parallel zu den unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungs- (F&E-) und Projektarbeiten Lehrtätigkeiten durch.

Ziel dieser wechselnden/parallelen Tätigkeit ist, den Studierenden neue Ideen und Entwicklungen aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen näher zu bringen; sie bereits während des Studiums auf Besonderheiten ihrer späteren beruflichen Tätigkeit aufmerksam zu machen.

Ganzheitliches Wissen zählt.

Es sind Besonderheiten und Herausforderungen im Umgang miteinander, mit wechselnden Positionen im Arbeitsumfeld, mit Zeit-ist-Geld-Mentalitäten, mit Arbeit und Familie, mit Kooperation und Konkurrenz, mit dem, was »harte« und »weiche« Faktoren genannt wird und vieles mehr, die den »ganzen« Menschen fordern.

Neben fachlichen Wissen und Können bereitet das Studium Studierende selten auf Situationen des beruflichen Alltags danach vor. Es wird einfach nicht gelehrt und somit nicht gelernt!

Oft verhindern hierarchische Bildungsstrukturen den – immer wichtiger werdenden – Blick über den Fachhorizont. Fachübergreifende Disziplinen  sind an vielen Hochschulen und Universitäten jedoch noch Mangelware!

Erfahrungen zeigen: Viele Wissenschaftler scheuen das aktive Einbringen in fachfremde Disziplinen, das miteinander Diskutieren auf fachfremden Terrain, nicht zuletzt deshalb, weil sie sich dadurch – außerhalb ihres Spezialgebietes und ihrer Spezialsprache – angreifbar machen. Das schade dem eigenen Ruf (?!).

Banken-Finanzkrise als ungutes Beispiel.

Die noch nicht überwundenen Banken- und Finanzkrise, die inzwischen über eine Wirtschaftskrise zur Sozialkrise mutiert ist, zeigt das deutlich, wenn kaum Philosophen und Psychologen, Anthropologen und Physiker oder Ingenieure sich fundiert im öffentlichen Diskurs mit der Krise auseinander-setzen. Finanz- und Wirtschaftsprobleme zu lösen überlässt man lieber den sogenannten Experten der Ökonomie! Aber kommen wir wieder zurück zur Lehre, zum Studium und was folgt.

Wer sich heute nach dem  Studium voller Enthusiasmus in die Arbeit stürzt – sofern er  welche angeboten bekommt(!) – wird sehr schnell feststellen, dass Fachwissen allein oft nicht ausreicht, um sich nachhaltig weiter zu entwickeln.

Zusammenhänge erkennen.

Leben, Studieren, Arbeiten findet in einer hochkomplexen Umwelt statt, die sich permanent ändert. Um sich darauf einzustellen und weiterentwickeln zu können, mit anderen Worten: um die richtigen Antworten für den vernetzten Verbund von Arbeit, Wirtschaft, Gesellschaft, Freizeit, Umwelt und  Natur geben zu können, müssen erst einmal die richtigen Fragen gestellt werden! Zum Beispiel in den Ausbildungs- und Bildungseinrichtungen.

Die Politiker, aber auch Ausbilder und Lehrkräfte, tragen hierfür eine der größten Verant-wortungen für die Weiterentwicklung junger Menschen in der Gesellschaft.

Fachspezifisches UND fachübergreifendes Wissen gehören zusammen.

Nur wenn beides in Ausbildung und Bildung miteinander harmoniert, sind wir in der Lage, die vorhandenen Zusammenhänge in unserer komplexen Gesellschaft frühzeitig zu erkennen, auf die es letztlich ankommt, um die richtigen fehlertoleranten Entscheidungen für Fortschritte zu treffen.

Fachübergreifende Wissensdisziplinen sind daher Kernelement meiner universitären Lehre, die ebenso in Projektarbeiten einfließen.

Beispiele hierfür sind:

• Bau-Bionik und Nachhaltigkeit

→ 2014 - … hs21-Buxtehude

• Systemisches Denken und Handeln, Systemtheorie, Neuronale Netze, Fuzzy-Logik

2013 –  … AKAD-University Stuttgart

• Systemische Bionik – Komplexität – vernetztes Denken und  Handeln

→ 2008 – 2009: HS Universität-Hamburg

• Bionik – Systemische Bionik – vernetztes Denken und  Handeln

→ 2000 – 2004: Universität Bremen

• Verpackung – Optimierung – Umwelt

→ 1989 – 1990: Technische Fachhochschule Berlin  (heute Beuth- Hochschule)

 

 

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